Stockelsdorf, Plastiktüten frei

"Plastiktüten sollen ab dem 1.4.16 nur noch gegen einen kleinen nicht näher bestimmten finanziellen Beitrag abgegeben werden - das ist zwar noch nicht wirklich gut, aber immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, befanden die GRÜNEN aus Stockelsdorf auf ihrer Klausurtagung am 5.3.2016. Noch besser ist es natürlich, erst gar keine  Tüten zu benutzen. Schließlich besteht zwischen der üblichen Gebrauchsdauer einer Tüte ( ca. eine halbe Stunde) und der Zeit , die die Plastiktüte zum Verrotten braucht (ca. 350 Jahre!), ein erheblicher, oft in der Landschaft sichtbarer, deutlicher Unterschied, ganz zu schweigen von dem unsinnigen Verbrauch fossiler Stoffe.

Um die Vermeidung von Plastiktüten zu unterstützen, verteilen die GRÜNEN am Sonnabend, dem 2.4.2016, von 10.00 bis 12.00 Uhr vor Sky und von 12.00-14.00 Uhr vor Penny ökologische Baumwolltaschen. Damit vermeiden wir Plastiktüten - garantiert!"


S. Gall Gratze

 
Weitere Informationen finden sich z.B. unter folgender Adresse: http://www.duh.de/3711.html?&type=666, hier sind einige Auszüge:

"1 Billion Stück – auf diese Anzahl wird der jährliche, weltweite Plastiktütenverbrauch geschätzt. Der Konsum von Plastiktüten trägt zu wachsenden Müllbergen in vielen Teilen der Welt bei und belastet Mensch und Umwelt. Nur ein Bruchteil der global verbrauchten Plastiktüten wird recycelt oder thermisch verwertet. Etwa 90 Prozent landen auf Mülldeponien. Bis Plastiktüten vollständig zerfallen benötigen sie je nach eingesetztem Kunststoff 100 bis 500 Jahre.Laut dem Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 76 Plastiktüten verbraucht. Bundesweit führt das zu einer Nutzung von 6,1 Milliarden Plastiktüten im Jahr oder 11.700 Tüten pro Minute. Deutschland gehört neben Italien, Spanien und Großbritannien zu den absoluten Spitzenreitern beim Plastiktütenverbrauch. Allein in Berlin werden jährlich 266 Millionen neue Plastiktüten genutzt. Auf diese Weise entstehen jährlich 2,3 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner.

In deutschen Modeläden, Kaufhäusern, Apotheken, Drogerien oder aber beim Fleischer bekommen Käufer zumeist ohne Nachfrage eine oder mehrere Tüten zum Transport des Einkaufs angeboten. Die kostenfreie Abgabe fördert den ungehemmten Konsum der Plastiktüten und verhindert einen sparsamen Umgang mit Ressourcen.

Gegenwärtig bestehen die meisten Plastiktüten aus fossilem Rohöl, was die Vorräte endlicher Ressourcen weiter erschöpft. Die CO2-Emissionen des globalen Jahresverbrauches von einer Billion Plastiktüten werden auf 30,97 Millionen Tonnen geschätzt. Plastiktüten aus dem Supermarkt tragen eben auch zum Klimawandel bei.

In Deutschland können Plastiktüten für ein Recycling im „Gelben Sack“ gesammelt werden. Allerdings landen nur wenige Tüten in der Wertstoffsammlung. Oft werden sie achtlos weggeworfen oder landen als Müllsack im Hausmüll und werden verbrannt. In Europa wird nicht einmal jede zehnte Plastiktüte recycelt, wodurch die Rohstoffe bei neun von zehn Plastiktüten verloren gehen.

Besonders schädlich ist das achtlose Wegwerfen von Plastiktüten in die Umwelt. Es beeinträchtigt nicht nur Ökosysteme und Lebewesen, sondern verursacht auch einen massiven Verlust an Ressourcen. So entsprechen die in der EU pro Jahr in Deponien entsorgten Plastiktüten der Stromproduktion von 1,6 Atomkraftwerken."

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e. V.; www.duh.de 



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